PANMOBILs X-Boards – AutoID-Computer in Briefmarkengröße

PANMOBILs X-Boards – AutoID-Computer in Briefmarkengröße (PresseBox) (Köln, ) PANMOBILs revolutionäre OEM-AutoID-Komponenten sind nur etwas größer als eine Briefmarke, bilden mit einer eigenen CPU sowie erweiterbaren Übertragungs- und Kommunikations-Modulen aber einen vollständigen, leistungsfähigen Kompakt-Computer, der einfach in bestehenden Systemlandschaften integriert werden kann. Hardware-Entwickler Yakup Önder erzählt im Interview von den Herausforderungen bei ihrer Konstruktion und über die zahlreichen Möglichkeiten, die sich daraus für die AutoID-Welt ergeben.

1. Herr Önder, kurz und knapp: Was sind die X-Boards?

Im Grunde vollwertige Barcode-und RFID-Scanner, samt dazu notwendigem Computer in Briefmarkengröße. Alles, was PANMOBIL an AutoID-Intelligenz aktuell bietet, steckt auf dieser kleinen Platine! Sie beinhaltet alles, was für den Einsatz von AutoID-Technik notwendig ist, wie Prozessor, Kommunikations-Schnittstellen oder Arbeitsspeicher. Durch austauschbare Module, die sog. Expansion-Boards, sind die X-Boards jederzeit modular erweiterbar um perfekt auf die eigene Systemumgebung abgestimmt zu werden. Durch diese Austauschbarkeit können wir für jeden ein Gerät nach dem Baukastenprinzip zusammenstellen. Die AutoID-Welt ist schnell und flexibel. Mit den X-Boards haben wir eine Grundlage geschaffen, damit sich Unternehmen jederzeit der neuesten und besten Technologie anpassen können.

2. Wie leistungsstark sind die X-Boards?

Das Board verfügt über einen 400 MHz-Prozessor, 64 MB RAM und 1 GB Speicherkapazität. Damit ist er für die Übertragung von Barcode- und RFID-Daten der weltweit kleinste und hochleistungsfähigste Computer. Die X-Boards lassen sich je nach Wunsch mit RFID-Readern oder mit 2D-Barcode-Kameras ausrüsten. Durch eine Tochterboard-Schnittstelle können weitere Module für zusätzliche Trägerplatinen mit WLAN und Bluetooth jederzeit hinzugefügt werden. Über die Micro-USB Schnittstelle lässt sich das X-Board in der hier beispielhaften Ausführung direkt an einen Rechner im Betrieb anschließen. Im HID- Modus (Human Interface Device), fängt er nach Anschluss direkt an zu scannen und überträgt die erfassten Daten an den Rechner. Die passende Software für den Datentransfer liefern wir auf Wunsch dazu. Der wesentliche Einsatzbereich sind sogenannte Kiosk-Systeme, wie Bank- und Ticketautomaten, Zugangssysteme – überall dort, wo im industriellen Umfeld RFID und Barcode auf kompakter Fläche integriert werden müssen. Ein weiteres Einsatzgebiet sind Tablet-PCs und Smartphones, die damit aufgerüstet werden können. Man verbindet die X-Boards einfach mit der USB-Buchse der mobilen Geräte, es wird dort sofort als Tastatur erkannt. Die Tastaturanschläge kommen in diesem Fall vom Scanner, der die erfassten Daten wie eine Tastatureingabe in das gewünschte Dokument „tippt“. Die X-Boards ermöglichen es somit, alle gängigen mobilen Tablets und Smartphones mit AutoID-Technologie nachzurüsten.

3. Wie kamen Sie auf die Idee, die X-Boards zu entwickeln?

Beim „embedded Computing“, so heißt das, was wir hier machen, hat eine ähnliche Entwicklung stattgefunden, wie wir es auch aus der Handy-Welt kennen. Früher waren die Handys groß, dann wurden sie immer kleiner und durch die Revolution der Smartphones werden sie jetzt wieder größer. Und beim embedded Computing ist eine ähnliche Entwicklung geschehen. Vorher hatte man riesige Hardware-Platinen und gewaltige Standard-Industrie-PCs, mit allem drin was man sich vorstellen kann. Mit unterschiedlichsten Betriebssystemen, mit ganz viel Speicher und so weiter. Dann haben die einzelnen Firmen alles immer kleiner konzipiert, bis dann die Hobby- Entwickler kamen, die Spaß am Entwickeln hatten, und die Technologie für jedermann zugänglich machen wollten. Ihr Ziel war es, dass alle Entwicklungen nicht nur alles können, sondern vor allem auch miteinander kompatibel sind. Jeder Hersteller hatte vorher etwas Eigenes entwickelt, zwar kompakt und klein, aber Technik, die nie wirklich gut mit anderer Technik zusammenarbeiten konnte. Und in der Tradition der Open-Entwickler sehen wir uns bei PANMOBIL auch. Kompatibilität und einheitliche Systeme stehen bei uns im Vordergrund. Anstatt wie früher alle Einzelteile bei jeder neuen Kundenanforderung neu auf einer Platine zu verbauen, haben wir jetzt alle Schnittstellen, die man für die erfolgreiche Produktion in Industrie braucht zusammen und kann sie modular erweitern. Der Vorteil: ist etwas kaputt, wird es rausgeschmissen und ersetzt. Ganz einfach! Man hat einen einheitlichen Standard und kann sich immer dem Anpassen was gerade „State of the Art“ ist.

4. Was waren Ihre größten Herausforderungen?

Das X-Board hat eine Größe von 32,4 x 20, 6 mm. Auf ihm sind über 3 km Datenleitungen verlegt. Es gibt insgesamt 160 Pin-Kontakte, die mit dem Haupt-Prozessor verbunden werden mussten. Die Herausforderung war, auf so einem kleinen Board, Spannungsregler, Speicher, RAM und Prozessor auf kleinstem Raum unterzubringen und alle Verbindungen vom Prozessor her so ideal zu verlegen, dass man die Boards auf jede einzelne Platine adaptieren kann. Nach über einem Jahr Entwicklungsarbeit kann ich sagen: ich bin stolz, so etwas Kleines und Leistungsfähiges mitentwickelt zu haben! Andere AutoID-Produzenten verbauen nur eine große Platine, wo alles integriert ist und man als Kunde unflexibel wird, wenn es um Sonderwünsche geht. Wir haben mit den X-Boards die ersten kompakten und modularen AutoID-Systeme entwickelt. Kleiner als eine Briefmarke wird der Computer nicht mehr werden, weil wir mit dieser Größe einen neuen Standard gesetzt haben, der sich leicht mit anderen Systemen kombinieren lässt, aber die Leistungsdichte wird definitiv noch weiter steigen. Für den Kunden heißt es dadurch auch schnellere und leistungsstärkere Geräte und ggf. in Zukunft auch Geräte mit größerem Display, was noch in der Entstehung ist.

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advanced PANMOBIL systems GmbH & Co. KG
Hansestr. 91
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