Ölquellen sicher anzapfen

Kundenspezifische Offshore-Applikation (PresseBox) (Bad Mergentheim, ) Lecks sind schädlich – für Meeresfauna und -flora, aber auch für das Image des fördernden Energieunternehmens. Das Rohöl zu jedem Zeitpunkt sicher in der Pipeline zu halten, ist also ein absolutes Muss. „Blowout Prevention“ lautet der Fachbegriff dafür. Die Technologie, die das gewährleistet, ist sehr aufwendig und kompliziert. Schließlich muss sie extremen Bedingungen standhalten. Denn sobald ein Loch in eine Tiefsee-Ölquelle gebohrt wird, schießt das Öl unter hohem Druck heraus. Außerdem herrscht auf dem Meeresgrund meist eine heftige Strömung.

Für eine Blowout Prevention unter solchen Bedingungen sind nicht nur solide Abdichtungen notwendig. Um dem Öldruck entgegenzuwirken, drücken schwere Aggregate rund um den Bohrkranz auf den Meeresboden. Die Elektronik dieser Apparatur regeln spezielle Schaltschränke. Sieben Stück davon hat BARTEC jüngst für eine Ölplattform von National Oilwell Varco (NOV) geliefert, einem der weltweit führenden Anbieter von Equipment für die Öl- und Gasförderung.

„Jede konkrete Anwendung ist anders“, verdeutlicht Xavier Hamers, Vice President Western Europe von BARTEC. „Ein Bohrloch in der Nordsee erfordert ganz andere Maßnahmen als eines in der Südsee.“ Und mitten in der Nordsee, vor der Küste Schottlands, befindet sich die Bohrinsel, um die es geht. Raue Winde und heftige Wellenbewegungen sind hier an der Tageso ordnung. Damit etwa die Aufschrift auf dem Schaltschrank trotzdem auch nach Jahren noch lesbar ist, war die Frontplatte aufwändig zu gravieren. Bei dieser und vielen anderen Spezialanforderungen half die enge Zusammenarbeit zwischen Markus Etzel, technischer Sachbearbeiter bei BARTEC, und NOV. Gefertigt wurden die Systeme am BARTEC-Standort in Bad Mergentheim. Die von NOV gelieferten leeren Schaltschränke waren dabei exakt nach Kundenvorgabe zu befüllen.

Trotz Änderungen pünktlich
Eine Herausforderung waren die Änderungswünsche, die sogar noch während des Testlaufs kamen. „Solch ein Projektverlauf ist ganz normal“, weiß der erfahrene Energieelektroniker Etzel. „Flexibel darauf zu reagieren, ist das Wichtigste, dann klappt das.“ So war die Abnahme der kundenspezifischen Offshore-Applikation in der Hälfte der angesetzten Zeit abgeschlossen. „Das BARTEC-Team hatte einen entscheidenden Anteil daran, das Projekt so schnell fertigzustellen und die Panels fünf Wochen vor dem Zeitplan ausliefern zu können“, so John Warden, tätig im Bereich Electrical Projects UK Field Engineering bei NOV Rig Solutions. Jeder der Schaltschränke wird bald schon zehn Aggregate steuern – und seinen Teil dazu beitragen, dass Schottlands Gewässer sauber bleiben.

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D-97980 Bad Mergentheim
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