Neues Gutachten zum Gesetzentwurf des KWKG 2016

B.KWK veröffentlicht Kurzstudie zu geplanter Gesetzesänderung
Der Bundesverband Kraft-Wärme-Kopplung e.V. (B.KWK) hat eine in Auftrag gegebene Kurzstudie des Instituts für ZukunftsEnergieSysteme (IZES) zum neuen Entwurf des Kraft-Wärme-Kopplungsgesetzes (KWKG) veröffentlicht. (Bild: Bundesverband KWK) (PresseBox) (Berlin, ) Der Bundesverband Kraft-Wärme-Kopplung e.V. (B.KWK) hat eine in Auftrag gegebene Kurzstudie des Instituts für ZukunftsEnergieSysteme (IZES) zum neuen Entwurf des Kraft-Wärme-Kopplungsgesetzes (KWKG) veröffentlicht.

Die Ergebnisse der Studie bestätigen, dass eine Änderung des KWK-Ausbauziel von 25 Prozent an der Gesamtnettostromerzeugung für 2020 nicht notwendig ist. Es bestehen keine Konflikte zwischen der ursprünglichen Zielsetzung und dem Ausbau der erneuerbaren Energien.

Die KWKG-Förderung habe aufgrund ihrer langfristigen Rechtssicherheit einen besonderen Einfluss auf Investitionsentscheidungen. Eine Beschränkung der Förderung für selbst verbrauchten Strom sei demnach nicht angemessen.

Das Gutachten plädiert überdies für eine differenziertere Förderung von Mini-KWK-Anlagen. Eine Einführung von weiteren Größenklassen verhindere negative Auswirkungen auf den Absatz einzelner Segmente der Mini-KWK-Branche. Mini-KWK-Anlagen könnten im Gebäudebestand erhebliche Ersparnisse von Primärenergie und CO₂-Emissionen bewirken und hierdurch die Energiewende unterstützen.

Um einen strompreisorientierten Betrieb sicherzustellen und Förderausgaben zu sparen, sei eine Begrenzung der jährlich geförderten Laufzeit von 2.500 Vollbenutzungsstunden sinnvoll.
Für den Bestandserhalt sei eine Kopplung der Zuschlagszahlungen an einen Index wie dem COGIX (COGeneration IndeX) ratsam. Indexabhängige Zahlungen böten zudem den Vorteil, dass keine weiteren Änderungen des KWKGs im Falle von Preisschwankungen erforderlich seien.

Aufgrund des langfristig sinkenden Wärmebedarfs und der sinkenden, residualen Stromnachfrage ist eine weitere Flexibilisierung der KWK notwendig. Um der Rolle als Flexibilitätsoption im Strommarkt 2.0 gerecht zu werden, sei künftig der Einsatz von zusätzlichen Wärme- und Kältespeichern sowie der Zusammenschluss von kleinen Anlagen zu virtuellen Kraftwerken denkbar.

Die Kurzstudie belegt, dass KWK „einen entscheidenden Beitrag zum Erhalt der Versorgungssicherheit“ liefert und gleichzeitig „eine zentrale Rolle beim Klimaschutz und bei der Schonung fossiler Ressourcen“ einnimmt.

Die IZES Kurzstudie "Bestandserhalt und systemdienlicher Ausbau der Kraft-Wärme-Kopplung" ist auf der Internetseite des Bundesverbandes Kraft-Wärme-Kopplung (B.KWK) herunterladbar.

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Jennifer Hammel
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