So macht man Whisky heute

Ex-Remote I/O System ANTARES sichert guten Geschmack (PresseBox) (Bad Mergentheim, ) Ein Spirituosen-Imperium setzt bei der Modernisierung seiner Destillerien in Schottland auf ein Ex-Remote I/O von BARTEC. Das innovative System sorgt als dezentraler Teil der Steuerung für die zuverlässige Ein- und Ausgabe von Systemdaten im Destillationsprozess, so dass die edlen Tropfen wettbewerbsfähig produziert werden können.

Das Wort „Whisky“ leitet sich vom Schottisch-Gälischen uisge beatha ab und bedeutet „Wasser des Lebens“. Die Engländer anglisierten den Begriff später zum heute gebräuchlichen Whisky. 1494 wurde aquavite zum ersten Mal urkundlich in den schottischen Steuerunterlagen erwähnt, als der Benediktiner-Mönch John Cor aus einem Kloster in der Grafschaft Fife knapp 500 Kilogramm kauft. Dies ergibt rund 400 Flaschen. Der Auftraggeber dafür war angeblich König James IV. Im Lauf der Zeit entstanden immer mehr private Destillerien. Denn jeder schottische Klan beanspruchte für sich, sein eigenes Lebenswasser herzustellen. Heute ist Whisky Kult. Ein guter Single-Malt reift mindestens 12 Jahre, bevor er verkauft wird. Erst die Lagerung in unterschiedlichen Eichen-, Bourbon- und Sherryfässern gibt ihm seinen unverwechselbaren Geschmack.

Lohnende Investition
Ein internationaler Spirituosenhersteller für Premiummarken kauft seit Jahren immer wieder kleine, zuvor unabhängige Brennereien in Schottland auf, die alleine nicht mehr wettbewerbsfähig sind und investiert viel Geld in ihre Modernisierung. Für die neuen Eigentümer spielen dabei Themen wie Wirtschaftlichkeit, Energieeffizienz, Wärmerückgewinnung sowie Umweltschutz eine wichtige Rolle. Ab sofort setzt der Global Player in seinen Destillerien nicht mehr auf herkömmliche Trenner, sondern auf das Ex-Remote I/O-System ANTARES von BARTEC. Damit kann er die Produktion wesentlich wirtschaftlicher und effizienter gestalten und erhebliche Einsparungen im Bereich der Verkabelung und Trenner generieren.

Das Unternehmen wurde auf der Messe „Instrumentation Scotland & Offshore Systems“ im September 2012 in Aberdeen auf ANTARES aufmerksam. Ein Fachvortrag von Jan Rieks Zonderman, Produktmanager Automatisierungstechnik bei BARTEC, hat die Verantwortlichen des Spirituosenherstellers so überzeugt, dass bereits kurz nach der Messe ein Auftrag geschrieben werden konnte. Die ersten Systeme arbeiten seit Frühjahr 2013 zuverlässig und ohne Probleme in einer der Destillerien. Das erste Projekt war so erfolgreich, dass der Kunde inzwischen schon etliche neue Bestellungen platziert hat.

Ex-Remote I/Os sichern Geschmack
So kommt das System der Ex-Spezialisten aus Bad Mergentheim zum Beispiel in einer kleinen, aber feinen Traditions-Destillerie in der Nähe des berühmten Loch Ness zum Einsatz. Hier steuert und überwacht das innovative Remote-I/O in Ex-Zone 1 an den Brennblasen eine Vielzahl analoger Regelventile. Sie sind dafür verantwortlich, dass stets ein Alkoholgehalt von ca. 67% gewährleistet ist.

Auch nicht ganz unwichtig bei einer Destillation und speziell bei den edlen Single-Malts: die Temperaturüberwachung. Schottischer Whisky wird drei Mal, irischer zwei Mal und amerikanischer einmal in Brennblasen aus Kupfer destilliert. Entscheidend für den Geschmack ist nicht zuletzt die Intensität des Heizens. Bei zu starkem Erhitzen verflüchtigen sich zu viele Aromastoffe, ein zu langsames Heizen macht den Whisky zu „weich“ auf der Zunge. Die Kunst des Brennmeisters besteht also darin, die richtige Temperatur und Geschwindigkeit für den Aufheizprozess zu wählen. Die in das Ex- Remote I/O integrierte Temperaturüberwachung hilft ihm dabei.

ANTARES sammelt die Signale der Ventile und Temperaturmessgeräte ein und leitet sie an das Prozessleitsystem Quantum von Schneider Electric weiter, das die gesamte Anlage steuert. Die größte Herausforderung bestand darin, die vormals handbetätigten Ventile in einen geregelten Ablauf zu integrieren und somit einen effizient arbeitenden, vollautomatischen Prozess zu generieren.

Das erste seiner Art
Die Kommunikation erfolgt über die Ethernet Schnittstelle Modbus-TCP. In der Destillerie sind sechs Ex-Remote I/Os an den 6 Brennblasen im Destillationsprozess im Einsatz. Jeweils zwei Systeme sind gemeinsam in einem Edelstahl-Gehäuse von Schneider Elektric mit einer Abmessung von 2,20 x 4,00 m untergebracht. Da die Trennschaltverstärker entfallen, wird kein separater und teurer überdruckgekapselter Schaltschrank mehr benötigt. Durch die Anbringung direkt im Feld fällt bereits bei der Planung die Mehrzahl an Kabelwegen und Kabelstrecken weg und senkt die Installationskosten. Zudem lässt sich das System einfach in existierende nicht-ex-geschützte Kommunikations-Netzwerke einbinden.

Der Konzern hat sich für ANTARES entschieden, da das innovative System eine einfache Verwaltung, Planung, Inbetriebnahme und Wartung sicherstellt. Und: Es gewährleistet eine hohe Verfügbarkeit mit einfachen Mitteln. Die einzigartige Systemzertifizierung und die einfache Erweiterung haben den Kunden beeindruckt.

Alle bislang bekannten I/O-Systeme im Ex-Bereich sind in Ex-Gehäusen untergebracht, die zertifiziert werden müssen. Mehr noch, die komplette Montage dieser herkömmlichen Systeme ist zu zertifizieren. Sobald der definierte Systemaufbau verändert oder ausgetauscht wird, ist die Ex-Zulassung erloschen. Und man fängt wieder von vorne an. Das kostet Zeit und bares Geld. Bei ANTARES steckt die Ex-Zulassung direkt im System — ein revolutionärer Ansatz. Die innovative Lösung von BARTEC erlaubt es Elektrokonstrukteuren erstmals, ihr System frei zu planen, nach Belieben zu ändern und zu erweitern.

Vorteile satt
Auch bei der Konfiguration bietet das Neue gegenüber anderen Systemen viele Vorteile. Denn die speziell entwickelte Designersoftware und ihre intuitive Bedienung ermöglichen, eine Projektierung und Konfiguration mit wenigen Mausklicks. Das clevere Programm überwacht während der Erstellung, dass bestimmte Grenzwerte, wie z. B. Abstände, Powermanagement und die maximale Kabellänge, eingehalten werden. Der ANTARES Designer berechnet notwendige Ein-/Ausgänge inklusive benötigter Reserven für das kostengünstigste, d.h. optimale System, und eröffnet dem Anwender die Möglichkeit, genau zu sehen, wie viel Leistung noch übrig ist.

Ein weiteres schlagkräftiges Argument für das System von BARTEC war für die MSR-Mannschaft die kompakte Form. Das Problem von allen Betreibern bei Altanlagen: Die Anzahl der Signale wächst quasi täglich, der Platz für die Remote I/Os bleibt gleich. Zudem kann das leistungsstarke System viele I/Os abdecken. Nicht zuletzt lassen sich deutliche Einsparungen auf Prozessebene erzielen.

Die Schaltzustände jedes I/O-Kanals lassen sich per LED ganz einfach überprüfen. So kann man direkt vor Ort immer sehen, wie es um das Modul bestellt ist, ein nicht zu verachtender Vorteil für die Instandhaltungs- und Wartungsmannschaft. Im Falle eines Falles lassen sich die Module sehr schnell und einfach auswechseln. Denn jedes einzelne Modul lässt sich separat ersetzen. Eine Hot-swap-Funktion stellt eine hohe Verfügbarkeit des Systems sicher. Da alle Konfigurationsdaten auf einer SD-Karte im Kopfmodul gespeichert sind, ist keine Neuprogrammierung notwendig – ein echter Vorteil bei Instandhaltung und Wartung. Damit gehören lange und kostspielige Produktionsunterbrechungen und Stillstandszeiten endgültig der Vergangenheit an.

Erfolg auf ganzer Linie
Das System der Ex-Spezialisten hat den Praxistest in der schottischen Destillerie mit Bravour bestanden und die Verantwortlichen voll und ganz überzeugt. Bei all seinen Vorteilen, konnte das System vor allem mit seiner einzigartigen flexiblen Systemzertifizierung und der sehr kompakten Bauform punkten. In Schottland wird es auf jeden Fall bald etliche Hersteller geben, die neben Single-Malts erster Qualität eines gemeinsam haben: Ex-Remote I/Os ANTARES von BARTEC, die die Produktion wirtschaftlicher, effizienter und sicherer machen.

Kontakt

BARTEC GmbH
Max-Eyth-Straße 16
D-97980 Bad Mergentheim
Daniela Deubel
Global Corporate Communications
Director Global Corporate Communications

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