Smartes Vernetzungsinstrument oder nutzlose Datensammlung?

ZTG diskutiert auf der MEDICA mit Arzt- und Patientenvertretern über den Qualitätsanspruch an Apps für die Gesundheitsversorgung
(PresseBox) (Düsseldorf/Bochum, ) Fitness-Coach, Pulskontrolle, Grippe-Warnsystem – das Smartphone übernimmt viele Rollen. Die Vielfalt der Gesundheits-Apps auf dem Markt ist dabei ebenso groß wie die Qualitätsunterschiede zwischen den Angeboten. Welche Kriterien Gesundheits-Apps erfüllen müssen, um einen wirklichen Mehrwert für die gesundheitliche Versorgung zu bieten, thematisiert die Podiumsdiskussion „Hochwertige Apps als Bindeglied zwischen Arzt und Patient? Mehr Nutzerorientierung bitte!“ am Gemeinschaftsstand der ZTG Zentrum für Telematik und Telemedizin GmbH auf der MEDICA (17. November 2015, 15:00 Uhr, Halle 15, Stand D05).

Welche Informationen werden bei der Nutzung einer Gesundheits-App erhoben – und welche davon sind tatsächlich für den Versorgungskontext relevant? Was genau geschieht mit den Angaben der Nutzerinnen und Nutzer? Können und wollen Ärztinnen und Ärzte überhaupt mit solchen mobil ermittelten Daten arbeiten? Die Verbindung von herkömmlicher Medizin und „mobile Health“ kann die gesundheitliche Versorgung unterstützen – unabhängig davon, ob Apps einen Ansporn zu gesundheitsbewusstem Verhalten geben, die Dokumentation medizinisch relevanter Daten erleichtern oder zu einem besseren Verständnis der eigenen Erkrankung und somit zu einer besseren Krankheitsbewältigung führen. Wenn Daten verantwortungsvoll und passgenau für den Versorgungskontext erhoben und genutzt werden, können sowohl Patientinnen und Patienten als auch Ärztinnen und Ärzte vom „digitalen Wissen“ profitieren.

Obgleich ein Hype um Gesundheitsapps beobachtet werden kann, so gering fällt doch die fachliche Diskussion darüber aus, welche Kriterien Gesundheits-Apps erfüllen sollten, um sowohl den Bedürfnissen der Patientinnen und Patienten, als auch den Anforderungen von Ärztinnen und Ärzten zu entsprechen. Wie also könnten Apps einen Mehrwert bieten? Das ist Thema der Podiumsdiskussion „Hochwertige Apps als Bindeglied zwischen Arzt und Patient? Mehr Nutzerorientierung bitte!“ am Dienstag, den 17. November 2015, um 15:00 Uhr. Auf Einladung der ZTG GmbH und unter Moderation von Mobile-Expertin Beatrix Reiß (ZTG GmbH, Prokuristin) diskutieren Manuela Anacker (Sozialverband VdK Nordrhein-Westfalen e.V.), Susanne Mauersberg (Verbraucherzentrale Bundesverband), Mark Grabfelder (Deutsche Hochdruckliga e.V.) und Prof. Dr. med. Andreas Kribben (Universitätsklinikum Essen, Vorstand der Deutschen Gesellschaft für Nephrologie e.V. (DGfN)) den Mehrwert von Gesundheits-Apps für die Versorgung und das Arzt-Patienten-Verhältnis.

Um den Überblick über Nutzen und Seriosität der verschiedenen Apps zu behalten, hilft das Informations- und Bewertungsportal „AppCheck“ der ZTG GmbH (http://www.appcheck.de/). Mehr Transparenz bei der App-Recherche versprechen neue Funktionalitäten des Portals. Besucherinnen und Besucher der MEDICA können sich den Ansatz von AppCheck während der gesamten Messelaufzeit am ZTG-/eGesundheit.nrw-Gemeinschaftsstand (Halle 15, Stand D05) ansehen.

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Jenny Kufrej
ZTG Zentrum für Telematik und Telemedizin GmbH
Referentin für Öffentlichkeitsarbeit
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