Mineralöl-Industrie auf neuem Kurs

Angespannte Marktsituation im Downstream-Bereich verlangt Überprüfung der strategischen Ausrichtung
(PresseBox) (Stuttgart, ) Die Mineralöl-Industrie steht vor tiefgreifenden strategischen Veränderungen. Zu diesem Fazit kommt die aktuelle Studie "Playing to Win in the Downstream – Looking Beyond Tomorrow" von IBM Business Consulting Services. Vor allem im so genannten Downstream-Bereich, dem Teil der Mineralölindustrie, der sich von der Raffinerie bis zur Tankstelle erstreckt, muss der gegenwärtige Kurs überprüft werden.

Nach den Jahren 2000-2001 mit hoher Profitabilität im Raffineriesektor, verminderten sich die Margen aufgrund von weltweiten Überkapazitäten im Raffineriesektor wieder. Auch das Tankstellengeschäft der Mineralölkonzerne stellt die Verantwortlichen vor neue Herausforderungen: Die Stärke der Tankstellenmarken hat sich deutlich verringert und ein wachsender Teil der Öffentlichkeit ist immer weniger bereit für diese Marken einen Preisaufschlag zu bezahlen. Diesen Trend haben große Einzelhandelsketten erkannt, die vor den Toren ihrer Mega-Märkte ein Zusatzgeschäft mit preiswertem Kraftstoff generieren, mit dem sich zusätzlich Kundschaft locken lässt. Aggressive Einzelhändler in Form von Supermärkten und Handelsketten gehen mit großen Schritten in den Tankstellenmarkt und erobern Marktanteile von den traditionellen Tankstellenbetreibern. In Großbritannien, Frankreich und den USA profitieren Supermärkte und Handelsketten von der tendenziell sinkenden Markenbedeutung im Mineralölbereich und erobern erhebliche Marktanteile im Kraftstoffbereich.

Mit Blick auf das Jahr 2008 prognostiziert die IBM Studie eine veränderte Landschaft im Mineralölmarkt. Ehemals vertikal integrierte Unternehmen werden ihr Downstream-Geschäft, ihren Raffinerie- und Absatzbereich, abstoßen und sich zu reinen Ölfördergesellschaften umformieren. Im Tankstellengeschäft werden große Einzelhändler und andere industriefremde Unternehmen einen signifikanten Marktanteil erreichen. Der gestiegene Marktanteil der industriefremden Marktteilnehmer wird zudem eine kostenoptimierte und nicht-integrierte Krafstofflogistik erforderlich machen und deshalb Raffineuren mit Direktvertrieb eine bedeutendere Rolle zukommen lassen.

"Die Unternehmen müssen von Universalstrategien abrücken, ihre derzeitige Situation überprüfen und Strategien verfolgen, die eine klare Differenzierung und einen Wettbewerbsvorteil bieten", folgert Axel Preiss, Leiter des Bereichs Petroleum bei IBM Business Consulting Services für die Central Region. "Mit diesen Überlegungen lässt sich z. B. das Tankstellengeschäft nicht für jeden Konzern als profitables Geschäftsfeld darstellen", konstatiert Preiss.

Die Studie steht im Internet zum Download zur Verfügung: http://www-5.ibm.com/...

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