SAP forciert firmenübergreifende Zusammenarbeit durch den Einsatz von Industriestandards

(PresseBox) (Walldorf, ) SAP kündigt branchenspezifische Erweiterungen für die Integrations- und Anwendungsplattform SAP NetWeaver an. Damit arbeiten Unternehmen innerhalb einer Branche besser zusammen und senken so ihre Gesamtbetriebskosten. Diese Erweiterungen sind vorkonfigurierte Zusatzpakete für XML-basierte Datenformate, die in bestimmten Industrien bereits als Standards definiert wurden. Gegen Ende des Jahres liefert SAP zunächst Lösungen für RosettaNet in der High-Tech-Branche und Chem eStandards in der Chemieindustrie aus. Außerdem werden Lösungen für gängige Electronic Data Interchange (EDI)-Standards erhältlich sein. Das erspart Unternehmen aufwändige Integrationsprojekte, denn ihre IT-Systeme können Informationen in einer einheitlichen „Sprache“ der jeweiligen Branche austauschen.

Unternehmen verknüpfen ihrer Geschäftsprozesse verstärkt mit Kunden, Partnern und Lieferanten. Diese Zusammenarbeit bedeutet aber auch, dass gemeinsame Verfahren für den elektronischen Informationsaustausch etabliert werden müssen. SAP ist an der Entwicklung dieser Standards intensiv beteiligt. Sie nutzt die Integrationsfähigkeiten von SAP NetWeaver und stellt Kunden branchenspezifische Formate bereit, in denen Geschäftsanwendungen kommunizieren. SAP NetWeaver wird technische und industriebezogene Standards verschiedener Branchen direkt unterstützen, so dass Kunden diese sofort auf einer einheitlichen Plattform nutzen können.

„Die neuen branchenspezifischen Fähigkeiten von SAP NetWeaver sind das Ergebnis unserer großen Branchenerfahrung sowie der Zusammenarbeit mit führenden Unternehmen und Standardisierungsgremien“, erläutert Nils Herzberg, Senior Vice President für Fertigungs- und Distributionsindustrie bei SAP. „Wir möchten Kunden Branchenlösungen anbieten, mit denen sie integrierte, firmenübergreifende Netze aufbauen können und dabei die Betriebskosten möglichst gering halten. Das ist ein wesentlicher Aspekt der SAP-Strategie. Da die neuen, industriebezogenen Inhalte für SAP NetWeaver auf Branchenstandards aufbauen, sind sie schnell einsatzfähig und helfen, bestehende IT-Infrastrukturen besser zu nutzen.“

Diese branchenspezifischen Inhalte ergänzen die SAP Exchange Infrastructure (SAP XI), eine Softwarekomponente von SAP NetWeaver. SAP XI sorgt für die Integration von Geschäftsprozessen und die Zusammenarbeit von SAP- und Fremdlösungen – intern sowie über Unternehmensgrenzen hinweg. Die SAP Exchange Infrastructure definiert Schnittstellen und XML-Einstellungen für bestimmte Geschäftsvorgänge. Sie regeln den Austausch von Nachrichten und passen Inhalte zwischen Sender- und Empfängersystem an. So lassen sich nach branchenüblichen Standards Geschäftsszenarien einrichten und Geschäftsvorgänge steuern. SAP NetWeaver, technische Basis aller SAP-Lösungen, integriert Anwender, Informationen und Abläufe über organisatorische und technische Grenzen hinweg. Die offene Plattform verbindet Informationen und Anwendungen unterschiedlicher Herkunft und ermöglicht die Zusammenarbeit mit Microsoft .NET, J2EE von Sun oder IBM WebSphere.

RosettaNet

High-Tech-Unternehmen wie der Halbleiterhersteller STMicroelectonics erhalten durch den E-Business-Standard RosettaNet mehr Einblick in die Lieferkette und steigern dadurch die Effizienz ihrer Geschäftstätigkeit. RosettaNet automatisiert die gemeinsame Nachfrageplanung, Auftragsverwaltung, Auslieferung und Warenannahme, Rechnungsstellung und den Zahlungsverkehr auf der Grundlage von XML. Das entsprechende Paket für SAP NetWeaver wird einen RNIF (RosettaNet Implementation Framework)-2.0-Adapter enthalten, Umsetzungen von SAP-R/3- und anderen SAP-Anwendungen auf RosettaNet Partner Interface Processes (PIPs), Steuerung für RosettaNet-Messaging und Geschäftsprozesse, Datenhaltung für Informationen über Handelspartner, sowie entsprechende Mechanismen zur Fehlerbehebung.

„Mit RosettaNet konnten wir Geschäftsvorgänge automatisieren und verbessern, weil jederzeit aktuelle Informationen über die Zusammenarbeit in unseren weltweiten Lieferketten vorliegen“, beschreibt Jean-Claude Monney, Vice President für IT-Strategien und e-Business bei STMicroelectronics und deren Vertreter im Vorstand der RosettaNet Electronics Components. „Als Gründungsmitglied des RosettaNet-Beirats für Informationstechnik und Lösungsanbieter hat SAP die Entwicklung von RosettaNet maßgeblich unterstützt“, ergänzt Jennifer Hamilton, CEO von RosettaNet. „Wir schätzen den Beitrag, den SAP zu RosettaNet leistet und sind überzeugt, dass die angekündigten Lösungen Geschäftsvorgänge verbessern und zu mehr Effizienz der weltweiten Handelsbeziehungen führen werden.“

CIDX

Der Industrieverband CIDX (Chemical Industry Data Exchange) schuf Chem eStandards in seiner Funktion als Standardisierungsgremium für die Branche. Dadurch soll die Zusammenarbeit bei Logistik, Auftragsverwaltung und Rechnungswesen beschleunigt werden. Führende Chemiefirmen, darunter Dow Chemicals und DuPont, planen bereits den Einsatz der SAP-Lösungen, um Chem eStandards zu unterstützen. Dazu erklärt Bob Ridout, Vice President für IT und CIO von DuPont: „Mit den technischen Erweiterungen ihrer Integrations- und Anwendungsplattform bestimmt SAP das Tempo in der Industrie. Außerdem achtet SAP sehr stark auf Sicherheit im Netz, und bin überzeugt, dass wir auf den richtigen Partner setzen.“

„Chem eStandards ist für unsere Branche unverzichtbar, weil das Wort Enterprise in ERP jetzt die gesamte Lieferkette umfasst“, kommentiert Dave Kepler, Vice President und CIO bei Dow Chemicals. „Mit der Unterstützung von Chem eStandards wird SAP unseren Anforderungen gerecht. Bessere Zusammenarbeit durch schnelleren Informationsaustausch mit Kunden, Lieferanten und Partnern in unserem erweiterten Liefernetz ist für uns unverzichtbar. Die Vision von SAP in Bezug auf die weitere technische Entwicklung spielen in der Umsetzung unserer Geschäftsstrategie eine wesentliche Rolle.“

CIDX hat begonnen, Richtlinien für Geschäftsprozesse zu definieren. Diese sind in Verbindung mit Standards für die Transaktionsübermittlung anzuwenden. Dadurch sollen elektronische Transaktionen kostengünstiger, schneller und einfacher werden. SAP wird sich an den Projektteams beteiligen, die Richtlinien für Auftragsabwicklung und Zahlungsverkehr sowie die gemeinsame Planung, Prognose und Nachbestellung erarbeiten. Außerdem arbeitet SAP an einem branchenübergreifenden Projekt mit, in dem gemeinsam mit der Papierindustrie Richtlinien für Logistik- und Transaktionsprozesse zwischen Papierherstellern und Chemiefirmen entwickelt werden. Des weiteren ist SAP Gründungsmitglied der kürzlich von der CIDX ins Leben gerufenen Initiative, die Standards, Technologien und Praktiken für Sicherheit im Netz etablieren soll. Dazu Pat Simmons, Executive Director von CIDX: „SAP leistet bereits einen wertvollen Beitrag zur Chem eStandards-Initiative. Das einsatzfertige Paket für Chem eStandards trifft genau die Bedürfnisse der Branche.“

EDI-Unterstützung für weiteren Branchen

SAP wird darüber hinaus weitere Zusatzpakete für die SAP Exchange Infrastructure liefern. Sie bieten direkte Unterstützung für EDI sowie branchenspezifische Inhalte, von denen Branchen mit einer langen EDI-Tradition profitieren, wie zum Beispiel die Automobil-, High-Tech-, Luftfahrt- und Verteidigungsindustrie. Diese „Adaptor Packages“ unterstützen gängige EDI-Standards wie ANI, EDIfact und Odette. Sie sorgen für schnellere Implementierung zu geringeren Kosten.

Verpflichtung auf Standards

Neben RosettaNet und Chem eStandards unterstützt SAP auch die Datenaustauschformate UCCnet für Handel und Konsumgüter, papiNet für die Papierindustrie, HL7 für das Gesundheitswesen und PIDX für die Mineralöl-Branche. Der Softwarehersteller unterstützt außerdem die Harmonisierung von Applikationen und Geschäftsprozessen in enger Zusammenarbeit mit vertikalen und branchenübergreifenden Standardisierungsgremien wie ACORD für Versicherungen, AIAG für die Automobilbranche, CWM für Business Intelligence, GCI für Handel und Konsumgüter, HR-XML für das Personalwesen, OPC für das verarbeitende Gewerbe, SPEC2000 für Luftfahrt und Verteidigung, S.W.I.F.T. für Banken, TWIST für die Finanzbehörden, VICS für Supply Chain Management und XBRL für das Rechnungswesen.

SAP leistet weiterhin einen wesentlichen Beitrag zu den Kernkomponenten von ebXML – dem XML-Dialekt für e-Business – und der Universal Business Language (UBL). Das Softwareunternehmen erwartet, dass die Verbreitung dieser Spezifikationen die Interoperabilität von IT-Systemen und Softwareanwendungen vor allem branchenübergreifend verbessern wird. Das UN-Zentrum für Handelserleichterung und elektronische Geschäfte (UN/CEFACT) hat mit seiner Annahme dieser Spezifikationen den Weg für die nächste Generation XML-gestützter e-Business-Standards geebnet.

SAPPHIRE '03 in Orlando

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