Informations- und Telekommunikationsbranche rechnet mit allmählicher Markterholung

BITKOM legt Branchenbarometer vor / 48% der ITK-Anbieter rechnen für 2003 mit Umsatzwachstum
(PresseBox) (Berlin, ) Knapp die Hälfte der in Deutschland tätigen ITK-Unternehmen rechnet im Jahr 2003 mit einem Umsatzwachstum. Jeder vierte Anbieter geht von einem stabilen Geschäft auf Vorjahresniveau aus. 27% der Unternehmen stellen sich auf fallende Umsätze ein. Dies ist das Ergebnis des aktuellen Branchenbarometers, das der Bundesverband Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien e.V. (BITKOM) in Berlin vorgelegt hat. "Insgesamt rechnen wir mit einer allmählichen Erholung des ITK-Markts," kommentiert der Vorsitzende der BITKOM-Geschäftsführung, Bernhard Rohleder, die jüngsten Zahlen. Immerhin jedes fünfte Unternehmen stellt zurzeit zusätzliches Personal ein, auch wenn insgesamt im laufenden Jahr die Beschäftigung in der Branche leicht verringert wird. Für das Gesamtjahr 2003 rechnet Rohleder im deutschen ITK-Markt mit einer schwarzen Null und einem Umsatz von gut 132 Milliarden Euro. Rohleder: „Unsere Prognose vom Jahresbeginn wird durch das aktuelle Branchenbarometer bestätigt. Die Unternehmen der Informations- und Telekommunikationsbranche schließen zurzeit einen Konsolidierungs- und Reifeprozess ab. Dazu gehört, dass Umsätze und Auftragseingänge sich der allgemeinwirtschaftlichen Entwicklung annähern und größere Ausschläge nach oben oder nach unten künftig ausbleiben.“

Für 2004 rechnen die BITKOM-Experten - abhängig von den Entwicklungen im wirtschaftlichen und politischen Umfeld - wieder mit einem Wachstum der ITK-Ausgaben in der Größenordnung von einem bis zu drei Prozent. Für den westeuropäischen ITK-Markt wird im Jahr 2004 ein Wachstum von etwa 4% erwartet.

BITKOM befragte seine Mitglieder auch nach den maßgeblichen Wachstumshemmnissen. Sorgen bereitet der Branche demnach vor allem die weiterhin schwächelnde Inlandsnachfrage. Während eine Mehrzahl der Unternehmen im ersten Quartal 2003 ein gegenüber dem Vorjahreszeitraum gesteigertes Exportgeschäft verbuchen konnte, stagnierten die Inlandsumsätze im gleichen Zeitraum. Die schwache Binnennachfrage beklagen 57,8% der Unternehmen.

An die Spitze der Markthemmnisse setzten die befragten Unternehmen erstmals die politischen Rahmenbedingungen. 64,7% der Unternehmen sehen im Juni 2003 in der Politik ein Markthemmnis. Ein Jahr zuvor lag dieser Wert bei 24,3% und im Jahr 2001 bei 15,4%. "Die Politik hat diese Zeichen verstanden und den nötigen Richtungswechsel eingeleitet," so Rohleder.

Hintergrund: BITKOM-Branchenbarometer

Das fünfte Branchenbarometer basiert auf einer Umfrage unter den BITOM-Mitgliedern. An der aktuellen Umfrage beteiligten sich 212 Unternehmen, die 2002 einen Inlandsumsatz von über 90 Milliarden Euro erwirtschafteten und rund 400.000 Arbeitsplätze bereitstellen. Das BITKOM-Branchenbarometer ist die repräsentativste Umfrage dieser Art. Die zugrunde liegende Befragung wurde erstmals im Juni 2001 durchgeführt und wird seitdem im Halbjahresturnus wiederholt. Das Barometer gibt einen Blick auf den Gesamtmarkt aus Informations- und Kommunikationstechnik, Software, IT-Services, Telekommunikations- und Online-Diensten.

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