Forschungsthemenpapier eDesign 2018 – 2022 an das BMBF übergeben

Wertschöpfungsketten-übergreifende Entwicklungsprozesse am Standort Deutschland stärken
Prof. Dr. Wolfgang Rosenstiel, Vorstandsvorsitzender des edacentrum, übergibt das Forschungsthemenpapier eDesign 2018-2022 an Dr. Stefan Mengel, Leiter des BMBF-Referats „Elektronik; Autonomes elektrisches Fahren“ (PresseBox) (Berlin, ) Der edacentrum e.V. mit Sitz in Hannover hat das Forschungsthemenpapier eDesign 2018 – 2022 an das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) übergeben. Dr. Stefan Mengel, Leiter des BMBF-Referats „Elektronik; Autonomes elektrisches Fahren“, nahm das mit den im edacentrum e.V. organisierten Unternehmen und Forschungseinrichtungen entwickelte Themenpapier im Rahmen der Konferenz "edaForum17" entgegen.

Im Hinblick auf die Zukunft des Standorts Deutschlands zeigt sich Stefan Mengel erfreut: "Das eDesign-Papier stellt mit der Expertensicht aus Industrie und Forschung dar, welche Themen beim Entwurf von Mikroelektronik-Schaltungen und Systemen wichtig werden und welche Forschungsbedarfe daraus entstehen. Es kommt zur rechten Zeit und wird bei den anstehenden Weichenstellungen in der Forschungsprogrammatik zur Mikroelektronik in Deutschland und Europa sehr hilfreich sein. Das edacentrum beweist mit dem Papier erneut seine integrierende Rolle für diese Community in Deutschland.“

Prof. Dr. Wolfgang Rosenstiel, Vorstandsvorsitzender des edacentrum e.V., ergänzt hierzu: „Die Mikro- und Nanoelektronik ist als Schlüsseltechnologie von größter Bedeutung für die Digitalisierung unserer Gesellschaft und für unsere gesamte Industrie. Mit unserem auch durch die Unterstützung des BMBF ermöglichten Forschungsthemenpapier eDesign wollen wir dazu beitragen, die Innovationskraft der Industrie durch anwendungsorientierte Forschung zu stärken und eine Innovationsbeschleunigung zu ermöglichen.“

In eDesign 2018 – 2022 sind die für die deutsche Mikroelektronikindustrie bedeutsamen Forschungsthemen rund um den Entwurf mikroelektronischer Schaltungen und Systeme (kurz in dem Begriff „eDesign“ zusammengefasst) benannt. eDesign umfasst dabei Entwurf, Verifikation und Test von elektronischen Schaltungen und Systemen sowie die dafür erforderlichen Methoden und Werkzeuge für die Unterstützung und Automatisierung (engl. Electronic Design Automation, EDA) von Entwicklungsprozessen. „Fast jedes moderne Spitzenprodukt ist ein System, das mit eDesign beginnt: Es bestimmt maßgeblich Leistungsfähigkeit und Qualität der Systeme und Produkte.“ erklärt Wolfgang Rosenstiel.

eDesign 2018-2022 leistet damit auch einen wichtigen Beitrag zur Umsetzung des Rahmenprogramms der Bundesregierung für Forschung und Innovation 2016–2020, das der Mikro- und Nanoelektronik eine entscheidende Rolle für die Innovationskraft Deutschlands zuschreibt. Für die Unterstützung der inhaltlichen Gestaltung der Initiativen des BMBF sowie als Leitlinie für die Innovationsprogramme in der deutschen Industrie und Forschung hat das edacentrum das Forschungsthemenpapier eDesign 2018-2022 in Zusammenarbeit mit führenden Experten aus Industrie und Forschung entwickelt.

Ein wesentliches Ziel von eDesign ist, die Anforderungen aus den Anwendungsfeldern beim Entwurf neuer Systeme zu berücksichtigen. Es bedient sich dabei der vorhandenen Technologiekompetenzen und berücksichtigt die Entstehung neuer Technologien und eröffnet dadurch Möglichkeiten, die zu neuen Produkten mit völlig neuen Eigenschaften führen. Daher muss eDesign auch in der Lage sein, neue Technologien mit der notwendigen Qualität dem Entwerfer zur Verfügung zu stellen, um sie für neue Produktideen wirtschaftlich einsetzen zu können.

Weiterhin spielt eDesign auch eine wichtige Rolle bei der Wertschöpfungsketten-übergreifenden Zusammenarbeit, weil es dabei unterstützt, dass die neu entstehenden Schnittstellen entlang der gesamten Wertschöpfungskette eine Zusammenarbeit sowohl der beteiligten Personen als auch der Methoden und Werkzeuge ermöglichen. Dadurch entsteht mit eDesign ein durchgängiger Entwicklungsprozess von der Anwendungsentwicklung bis zum Design der IC-Komponenten. Zur Unterstützung der Wertschöpfungsketten-übergreifenden Produktentwicklung muss sich eDesign den folgenden vier großen Herausforderungen stellen:

  • Umsetzung sicherer Systeme ermöglichen
  • Beherrschen der Komplexität
  • Beherrschen der Diversität
  • Beherrschen multipler Randbedingungen

Das bei der Veranstaltung edaForum17 vorgestellte Forschungsthemenpapier eDesign 2018 – 2022 kann kostenfrei über das edacentrum e.V. unter www.edacentrum.de/edesign bestellt werden. Dort sind auch weitere Informationen zu edacentrum und edaForum17 zu finden.

Das BMBF hat die Arbeiten zur Erstellung von eDesign 2018-2022 im Rahmen des Projekts EDA-APP (FKZ 16ES0288) gefördert.

Kontakt

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D-30167 Hannover
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edacentrum GmbH
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