Export treibt Saarkonjunktur

Geschäftslage auf Rekordniveau, Aussichten weiterhin positiv
(PresseBox) (Saarbrücken, ) Die saarländische Wirtschaft bleibt auch zum Jahresende hin auf Kurs. Das signalisieren die Meldungen der Unternehmen zu ihrer aktuellen Geschäftslage. Der IHK-Lageindikator stieg um 3,7 Punkte auf nunmehr 49,9 Zähler und erreichte damit ein neues Rekordniveau. Hintergrund sind verbesserte Lageeinschätzungen in den Kernbranchen der Saarindustrie. Hier erreichte der Lageindikator mit 58,0 Punkten ebenfalls ein Allzeithoch. Dagegen haben sich die Aussichten für die kommenden sechs Monate erneut eingetrübt. Der IHK-Erwartungsindikator verringerte sich um 2,1 auf 3,4 Punkte, liegt damit aber noch immer im positiven Bereich. „Das heißt: Der Aufschwung wird sich auch in den Wintermonaten fortsetzen. Die Impulse kommen überwiegend aus dem Ausland, vor allem aus dem wieder erstarkten Euroraum. Dagegen bleibt die Binnenkonjunktur trotz hoher Beschäftigung, steigender Einkommen und niedriger Zinsen eher schwach. Wir halten deshalb an unserer Wachstumsprognose von gut einem Prozent für dieses Jahr fest. Die Saarwirtschaft dürfte damit nur halb so schnell wachsen wie die deutsche Wirtschaft im Ganzen.“
So kommentierte IHK-Hauptgeschäftsführer Heino Klingen die Ergebnisse der November-Umfrage der IHK Saarland, an der sich rund 300 Unternehmen mit gut 120.000 Beschäftigten beteiligten.


Insgesamt bewerten derzeit 54 Prozent der befragten Unternehmen ihre Geschäftslage mit gut, 42 Prozent mit befriedigend und nur vier Prozent mit schlecht. Mit Schwung laufen die Geschäfte im Fahrzeugbau sowie in der Medizin-, Mess- und Regeltechnik. Etwas verhaltener, aber dennoch gut, ist die Situation im Ernährungsgewerbe, in der Metallbearbeitung, im Stahlbau, im Maschinenbau, bei den Gießereien sowie in der Keramikindustrie. Durchaus zufriedenstellend ist die Lage in der Elektroindustrie sowie in der Gummi- und Kunststoffindustrie sowie in der Bauwirtschaft. Das gilt auch für die Stahlindustrie, wo sich die Margen wieder etwas verbessert haben.
Im Dienstleistungssektor berichten rund 95 Prozent der befragten Unternehmen über gute oder befriedigende Geschäfte. Rund laufen die Geschäfte vor allem in der IT-Branche, Transportgewerbe und in der Hotellerie. Überwiegend befriedigend ist die Lage in der Kreditwirtschaft und im Handel.

Deutschland braucht eine stabile Regierung

Trotz des erneut leichten Rücksetzers bei den Erwartungen für die kommenden sechs Monate ist die Grundstimmung in den Unternehmen weiter positiv. Neun Prozent der Betriebe rechnen mit besseren, 86 Prozent mit gleichbleibenden und nur fünf Prozent mit schlechteren Geschäften. „Das darf aber nicht darüber hinwegtäuschen, dass der Standort Deutschland vor beachtlichen Herausforderungen steht. Wir brauchen insbesondere mehr Tempo bei der Umsetzung der digitalen Agenda sowie beim Ausbau  der Verkehrs- und Netzinfrastruktur. Nicht minder wichtig ist die Absenkung der im internationalen Vergleich überdurchschnittlichen Steuer- und Abgabenlast für Unternehmen und Bürger. Die Wirtschaft braucht in all diesen Fragen Planungssicherheit. Deshalb benötigen wir in unserem Land rasch eine stabile und handlungsfähige Regierung“, so Klingen.

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Nicole Schneider-Brennecke
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