OEB Global 2017: Aufruf zu "flexibleren Bildungssystemen" und Lehrerfortbildung

Die Bildungssysteme müssen wesentlich flexibler gestaltet werden, um den Anforderungen eines Zeitalters zunehmender Unsicherheit gerecht zu werden
(PresseBox) (Berlin, ) Die Bildungssysteme müssen wesentlich flexibler gestaltet werden, um den Anforderungen eines Zeitalters zunehmender Unsicherheit gerecht zu werden. Und die Lehrer müssen nicht nur ausgebildet werden, um zu lehren, sondern auch, um ihre Einrichtungen neu zu gestalten, damit sie mit dem Tempo des gesellschaftlichen Wandels Schritt halten können. Dies sind nur zwei der Themenvorschläge die von Bildungs- und Technologieexperten angesprochen werden, die an der OEB Global 2017, Europas größter Konferenz für technologiegestütztes Lernen und Training, teilnehmen.

Das Thema von OEB Global 2017 lautet ‚Learning Uncertainty ‘ und die Konferenz wird sich darauf konzentrieren, wie sich das zunehmende Tempo des technologischen Wandels auf Bildung, Arbeitsplatz und Gesellschaft auswirken wird. In der Eröffnungsplenarsitzung am 7. Dezember werden die Redner Themen erörtern, die von den Auswirkungen der zunehmenden Unsicherheit auf die Bildung über die Einführung kollaborativen Lernformen bis hin zu den Auswirkungen einer längeren Lebenserwartung reichen.

Der finnische Lehrer, Autor und leitende Politikberater Pasi Sahlberg ist überzeugt, dass das neue Zeitalter der Ungewissheit die Lehrer und Arbeitgeber zwingen wird, einige große Veränderungen vorzunehmen:

„Wenn ich Recht habe, dass viele der Entwicklungen in dieser Welt unvorhersehbar sein werden... dann wäre es am besten, dafür zu sorgen, dass die Bildungssysteme flexibel gestaltet werden, damit sie schnell auf neue Situationen reagieren können. Dies würde besser ausgebildete Fachleute erfordern..., die nicht nur Meister im Unterrichten von Studenten sein würden, sondern auch Experten im Verstehen, wie man entwirft und umgestaltet... während sich die Welt um sie herum ändert.“

„Persönlich würde ich mir wünschen, dass die zukünftige Bildung mehr Gewicht als bisher auf echte Teamarbeit, Führung, Ethik und Empathie legt... Ich wette, dass wir bald überdenken müssen, wie wir sicherstellen können, dass alle Kinder lesen (Bücher), schreiben (Briefe) und kommunizieren (von Angesicht zu Angesicht) lernen, da dies wirklich die ewigen und zeitlosen menschlichen Fähigkeiten sind, die wir jetzt in der 4. industriellen Revolution und in der Ära jenseits der Wahrheit brauchen.“

Weitere Redner in der Sitzung, die vom Rundfunkjournalisten Nik Gowing geleitet wird, sind die ehemalige Gesundheitskorrespondentin der Washington Post und eine der führenden Expertin auf dem Gebiet der Langlebigkeit Abigail Trafford sowie die Sozialpsychologin und Rundfunksprecherin Aleks Krotoski.

Frau Trafford betont auch die Notwendigkeit einer größeren Flexibilität als Mittel zur Bewältigung der steigenden Anforderungen, die sich aus einer höheren Lebenserwartung ergeben, verbunden mit erheblichen Verschiebungen auf den Arbeitsmärkten und traditionellen Beschäftigungsmustern.

"Wir befinden uns mitten in einer demografischen Revolution...", sagt sie. „Wir haben noch nicht herausgefunden, was wir mit einer gesunden Bevölkerung machen sollen. Ich kenne die Antwort nicht, aber was ich weiß, es wird definitiv etwas mit Bildung zu tun haben. Arbeit wird weniger reglementiert. Es wird mehr episodische Arbeit und mehr Flexibilität geben. Wie genau sich der Arbeitsplatz ändert, befindet sich noch im Prozess."

Trafford sieht der Zukunft, trotz ihrer Besorgnis über die demographische Revolution, aber durchaus optimistisch entgegen. „Die Kombination aus einer alternden Gesellschaft und dem Aufkommen künstlicher Intelligenz ist voller Hoffnung. Und es gibt eine Menge Talente, die angezapft werden können..."

Aleks Krotoski stimmt dem zu. Das neue Zeitalter der Unsicherheit sieht sie als positive Entwicklung.

„Ich denke, wir müssen in unserer Ungewissheit sitzen und schwelgen, denn sie gibt uns diese Kanten, zwingt uns, uns den Grenzen zu stellen, mit denen wir uns unbehaglich fühlen... Die neue Art, mit Ungewissheit zu spielen, besteht darin zu erkennen, dass das Geschriebene nicht unveränderlich ist und sich ständig ändern kann, bis der nächste vereinbarte Konsens eintrifft und wir vorankommen können.“

Digitalisierung, demographischer Wandel, Integration, Fachkräftebedarf und internationale Wettbewerbsfähigkeit stellen uns in Deutschland vor immer neuen Herausforderungen. Zeitlich parallel zur OEB ist auch in diesem Jahr am 8. Dezember der Tag der Bildung – ein jährlicher Anlass, die drängenden Fragen des deutschen Bildungssystems zu thematisieren, zu diskutieren und gemeinsam nach Lösungsstrategien zu suchen.

Weitere Informationen zur OEB Global 2017, die vom 6. bis 8. Dezember 2017 im InterContinetal Hotel in Berlin stattfindet, finden Sie auf der Konferenzwebsite unter https://oeb.global .

OEB 2017
23. Globale, branchenübergreifende Konferenz für technologiegestützte Aus- und Weiterbildung
6. – 8. Dezember 2017

Organisatoren: ICWE II GmbH, Leibnizstr. 32, 10625 Berlin
Gold Sponsoren: Triseum, Blackboard, AVIXA, Gutenberg technology

Silber Sponsoren: D2L Europe Ltd., CREATE.21st century, Rehearsal, Proctorio, Questionmark, DXTERA Institute, Arnos Online Education

Konferenz Sponsoren: Oracle Academy, Speexx, Mediasite - Sonic Foundry, Cambridge Assesment English, Learning Valley / Presentations 2Go, WildFire, SmartSpokes, Babbel

Konferenz Partner: EFMD- Global network

Kontakt: Rebecca Stromeyer, [email=info@oeb.global,]info@oeb.global,[/email] Tel.: +49 (0)30 310 18 18-0, www.oeb.global

Pressekontakt:
Andrea Ulbrich
ICWE II GmbH
Tel.: +49 (0)30 310 18 18 - 0
Fax: +49 (0)30 324 98 33
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