Die Zukunft des Webdesigns – nicht das Web gestalten, sondern Erlebnisse

Alles muss schneller, interessanter und individueller werden: Der große Webdesign-Trend für 2018 ist Performance in Kombination mit Erfahrungs- und Emotionsdesign sowie Personalisierung
(PresseBox) (Stuttgart, ) Bessere Vernetzung, Hardware und Internetverbindungen eröffnen dem Webdesign immer mehr Möglichkeiten. Große Bilder, Full-Screen-Videos und Animationen sind heute schon im Einsatz. Der große Trend für 2018 sind verbesserte Ladegeschwindigkeiten, ein stärkerer Fokus auf emotional ansprechendes Webdesign sowie personalisierte Online-Shopping-Erfahrungen.

Der Besuch von Websites und Online-Shops wird immer mehr zu einem emotionalen Erleben, das gezielt zu Verkäufen und zur Kundengewinnung führen soll. Dafür sind immer bessere und schnellere Informationen erforderlich sowie emotional wirkende Medien wie Videos, Animationen und Bilder. Gleichzeitig sinkt jedoch die Geduld von Seitenbesuchern. Deshalb müssen Websites trotz Medieneinsatz immer schneller laden.

Positive Erlebnisse steigern die Konversionsrate

Um sich von der Konkurrenz abzuheben, reicht ein professionelles Webdesign nicht mehr aus. Emotionen in Verbindung mit relevanten Informationen verkaufen. Markenerlebnisse und Produktstorys überzeugen, gewinnen und binden Kunden. Die Differenzierung sind nicht unbedingt die Produkteigenschaften – denn diese sind oftmals vergleichbar –, sondern das Gefühl, das man mit dem Produkt oder Unternehmen verbindet.

Webdesign muss daher positive Markenerlebnisse schaffen, Emotionen hervorrufen. Das klassische Webdesign wird damit immer mehr zum Erfahrungsdesign – und das nicht nur auf großen Bildschirmen: mit LTE und 4G steigen die Webdesign-Möglichkeiten auch auf Mobilgeräten. Videos, Bilder, bewegte Standbilder und Animationen sind wirksame Mittel, um Webseiten mobil wie stationär Leben einzuhauchen.

Full-Screen-Videos, zum Beispiel statt oder in Form eines Sliders, erfreuen sich mittlerweile großer Beliebtheit. Die folgenden Beispiele zeigen, wie Full-Screen-Videos emotional wirken können:
  • beruhigend: Der Intensivpflegedienst respiro nutzt das Full-Screen-Video, um eine positive Atmosphäre zu schaffen. respiro entschied sich bewusst dagegen, Bilder vom Leid der Schwerkranken zu zeigen. Damit hebt sich der Pflegedienst ganz augenfällig von den Mitbewerbern der Branche ab.
    Ziel der Website und des Videos ist vielmehr ein Gefühl des Vertrauens herzustellen und beruhigend auf die Besucher zu wirken. Man will ja einen geliebten Menschen in guten Händen wissen. Aufregende Elemente und Bilder wären hier fehl am Platz. Deshalb finden sich auf der Startseite Videos mit Naturmotiven. Diese sind jedoch nicht wahllos ausgesucht, sondern haben eine symbolische Bedeutung. Das Mohnblumenfeld steht für schmerzlindernde Medikamente. Der Ladebalken beim ersten Aufruf der Startseite pulsiert und erinnert somit an einen Herzschlag.
  • begeisternd: Das Webdesign der Eventagentur eventuality setzt das Full-Screen-Video so ein, dass es potenziellen Kunden bereits einen Vorgeschmack auf das von eventuality organisierte Event gibt. Ein Event begeistert und spricht alle Sinne an, z. B. Musik und Vorträge das Gehör, leckeres Essen den Geschmack – und zu sehen gibt es auch jede Menge. Klatschende Menschen, fröhliche Gesichter und tanzende Akteure sind im Full-Screen-Video abgebildet. Das Video ist zusätzlich mit Musik hinterlegt. Denn ganz im Gegensatz zu respiro geht es bei der Website der Eventagentur darum, Aufregung, Spannung und Vorfreude zu erzeugen.
  • fließend: Das Wassertechnik-Unternehmen perma-trade vermittelt auf der Website wassershop.de das Gefühl von Wasser als gesunder Durstlöscher. Im Full-Screen-Video fließendes Wasser abzubilden, ist naheliegend. Man kann das Wasser schon fast selbst fühlen. Auch UI-Elemente wie der Ladebalken erinnern durch die blaue Farbe und den fließenden Fortschritt an Wasser.
Personalisierte Websites erhöhen Verweildauer

Laut der Studie Webanalyse und Website-Personalisierung in Deutschland von Etracker glauben immer mehr Entscheider, dass personalisierte Website-Erlebnisse immer wichtiger für den Unternehmenserfolg werden. Große E-Commerce-Shops nutzen bereits Personalisierungstechnologien. Zalando merkt sich zum Beispiel, ob der Besucher beim ersten Aufruf in der Frauen- oder Männer-Abteilung unterwegs war. Beim nächsten Besuch wird der Besucher – oder die Besucherin – dann sofort richtig weitergeleitet.

Ziel der Personalisierung ist, Besucherbedürfnisse zu erkennen und die Inhalte relevanter für Besucher zu machen. Shop und Website gewinnen sozusagen an Menschenkenntnis. Wer vor Kurzem ein iPhone gekauft hat, dem braucht man kein neues Smartphone von Samsung auf der Website empfehlen. Aber passende Apps, Earplugs, Schutzhüllen usw. Dies verringert die Absprungrate und erhöht die Verweildauer auf der Website.

Marketing-Automatisierung, z. B. mit Mautic, führen diesen Personalisierungstrend weiter. Je nachdem wie sich Website-Besucher verhalten, lassen sich Newsletter automatisiert personalisieren und Kunden gezielter und effektiver auf die Website zurückholen und zur Konversion führen.

Schnelle Ladezeiten auf Mobilgeräten werden wichtiger

Mit dem Smartphone ist fast jede Information und fast jedes Produkt nur ein paar Display-Berührungen entfernt – und die nächste Website in nur einem Augenblick aufgerufen. Lädt die aufgerufene Webseite zu lange, ist der Besucher in Sekundenschnelle schon bei der nächsten. Die Ankündigung eines getrennten Mobile-First-Index, der im Jahr 2018 kommen soll, verdeutlicht zudem:
  • Die mobile Website-Darstellung ist schon lange nicht mehr nur die kleine Schwester der Desktop-Variante. Im Gegenteil: der Schwerpunkt verlagert sich immer mehr auf mobile Weberlebnisse.
  • Wer mobiles Webdesign vernachlässigt, wird 2018 in der Google-Suche über Smartphone und Tablets abrutschen. Das wäre fatal, denn schon lange erhält Google mehr Suchanfragen über Smartphone und Tablet als über den stationären Desktop-PC.
Was bedeutet das für das Webdesign?

Videos, Bilder und Animationen sind wichtig. 2018 achten Webdesigner noch stärker auf ein minimalistisches Design, das Medien einsetzt, aber nur dann, wenn sie auch wirklich eine Funktion erfüllen. Zusätzlich werden Webdesigner noch stärker auf die technische Aufbereitung der Medien und Designelemente achten.

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Christoph Plessner
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