Ultraschall auf dem Vormarsch - 5 spannende Anwendungsfelder für Unternehmen im Überblick

(PresseBox) (Rostock, )
  • Von Bewegungsprofilen, über mobiles Ticketing und Second Screen, bis hin zu dreidimensionalen Hologrammen: Ultraschall ist vielseitig einsetzbar
  • Jonas Flint, CEO von Koopango, zeigt neue Anwendungsfelder für Unternehmen
Wer an Ultraschall denkt, hat meistens Medizin und Röntgendiagnostik im Kopf. Auch im technischen Bereich oder der chemischen Industrie lässt sich Ultraschall zunächst am ehesten vermuten. Doch die hochfrequentierten Schallwellen sind längst keine Nischen-Technik mehr. Gerade für Unternehmen bieten sich inzwischen zahlreiche Anwendungsfelder, in denen Ultraschall bestehende Möglichkeiten übertrumpft. Wo Unternehmen zukünftig auf Ultraschall setzen sollten, erzählt Jonas Flint, CEO von Koopango.

1. Bewegungsprofile für den stationären Handel
Ob Messegelände, große Kaufhäuser oder weitläufige Gebäudekomplexe - Ultraschall-Technologie lässt sich sowohl als Lokalisierungs- als auch Navigationssystem nutzen. So sorgt beispielsweise die Indoor-Positionierungstechnologie per Ultraschall endlich für Chancengleichheit im Handel, denn sie verschafft stationären Geschäften die Analysemöglichkeiten des E-Commerce, indem sie beinahe ohne logistischen Installationsaufwand die Customer Journey für den Händler nachvollziehbar macht. Die im Geschäft meist bereits vorhandenen Lautsprecher senden für den Menschen unhörbare akustische Ultraschallsignale, das Smartphone-Mikrofon des Kunden kann diese empfangen und ermöglicht  dadurch eine Positionsbestimmung auf 50cm. Händler wissen damit nicht nur, wo sich Kunden aufhalten, sondern auch welche Wege im Geschäft die beliebtesten sind. Neben der Positionsbestimmung im Geschäft kann man die große Reichweite von Ultraschallwellen auch für eine Entfernungsmessung nutzen. Damit lässt sich das Verhalten eines Nutzers auch außerhalb des Raums nachvollziehen und gibt Auskunft darüber, wie dicht er sich beispielsweise dem Geschäft angenähert hat oder wie lange er vor dem Schaufenster verweilt.

2. Mobiles Payment/ Ticketing
Contactless Payment oder NFC sind nicht die einzigen Möglichkeiten für den Einsatz von Schallwellen im Bezahlprozess. Neben Radiowellen eignen sich nämlich auch Ultraschallwellen sehr gut für diesen Vorgang. Dem Nutzer stehen mittlerweile eine Menge entsprechender Apps zur Verfügung, mit deren Hilfe er im Handumdrehen und mit nur einem Knopfdruck schnell und sicher den Bezahlvorgang abschließen kann. Dabei werden die betreffenden Daten ganz einfach durch Ultraschall von einem Gerät zum anderen Gerät übertragen und damit eine Rechnung beglichen. Auch das mobile Ticketing kann mithilfe der Ultraschalltechnologie abgewickelt werden. Statt beispielsweise einen QR Code zu öffnen, der mühsam abgescannt werden muss, überträgt der Nutzer mit einer App ein nichthörbares Ultraschallsignal und lässt sein mobiles Ticket so die Tür oder den Zugang öffnen.  

3. Korrespondenz mit einem Zweitgerät
Mobile Endgeräte können mithilfe von Ultraschallwellen auch zu Second Screens erweitert werden. Durch das Verschicken eines unhörbaren Ultraschallsignals senden Fernsehsender oder Radiosender Informationen, die beispielsweise von Smartphones über das Mikrophon empfangen und anschließend entschlüsselt werden. So können Fernsehsender, Radiosender und Musiklabels direkte programmbegleitende Informationen, wie Bilder oder Untertitel, aber auch Webseiten, Tickets, Gutscheine oder Gewinnspiele, absolut synchron zur Ausstrahlung auf das Smartphone oder Tablet schicken. Auch weitere Vermarktungskanäle werden so eröffnet: So können beispielsweise Produkte parallel zum Programm vermarktet werden. Zukünftig könnte also die Lieblingsserie per Ultraschall direkt darüber aufklären, welches Getränk der Hauptdarsteller gerade in der Serie trinkt  oder welches Kleid die Moderatorin trägt und passend dazu einen Amazon-Link vorschlagen.  

4. Kabelloses laden
Kostenloses WiFi gibt es heutzutage beinahe in jedem Geschäft. Eine neue Möglichkeit Kunden ins Geschäft zu locken und zum Verweilen einzuladen, ist die Möglichkeit für kabelloses Laden mobiler Endgeräte. uBeam beispielsweise ermöglicht mit seiner Ultraschalltechnologie das kabellose versenden von Energie  und so das Aufladen von Smartphones oder Tablets im Raum auf eine Entfernung von bis zu 4,5 Metern. Transmitter beziehen dabei die Energie beispielsweise vom Elektrizitätsnetz des Gebäudes, wandeln diese in ein Ultraschallsignal und senden sie an das aufzuladende Gerät. Das Empfangsgerät, zum Beispiel eine entsprechende Ladehülle, wandelt die Ultraschallsignale wieder in Energie und führt sie dem Smartphone zu. Die kabellose Ladegeschwindigkeit ist dabei vergleichbar mit einem herkömmlichen Ladegerät. Sowohl im Geschäft als auch Zuhause kann das Gerät in Benutzung bleiben und sogar gleichzeitig in Bewegung sein.  Also egal ob mit Musik im Ohr im Lieblingscafé oder Zuhause aufräumen und dabei telefonieren - Ultraschall ermöglicht es zukünftig, das Smartphone im Einsatz zu haben und gleichzeitig dem Batterie-Prozentsatz beim wachsen zuzuschauen.  

5. Hologramme und haptische Steuerungselemente
Ultraschall ist noch viel mehr als ein unsichtbares Signal und kann durch eine neue Technologie  dreidimensionale Formen sichtbar und sogar berührbar machen. Forscher an der Bristol Universität haben eine neue Methode für so genanntes haptisches, also spürbares, Feedback entwickelt: Eine Platte sendet Ultraschallsignale und formt mit ihrer Hilfe dreidimensionale Objekte. Grundlegend für diesen Effekt ist die durch das Ultraschallsignal produzierte Schallstrahlungskraft, also die Streuung und Absorption der akustischen Wellen. Die so entstandenen Hologramme können vielfältige Einsatzmöglichkeiten finden. Neben der Gamingindustrie ist diese Technologie vor allen Dingen interessant für Bereiche, in denen Unsichtbares sichtbar gemacht werden soll. Auf diese Weise können beispielsweise Scans von Oberflächen hergestellt und versendet werden, die dem Empfänger einen haptischen Eindruck der Materialbeschaffenheit vermitteln. Aber auch Museen könnten so ein ganz neues Interaktionserlebnis liefern. Seltene Artefakte wären so nicht nur zu besichtigen, sondern auch endlich zu berühren und zu ertasten.

Über Jonas Flint:
Jonas Flint ist Gründer und CEO der DEJ Technology GmbH (www.koopango.com). Als studierter Informatiker mit Master-Abschluss gelangt er über die Technik zur Unternehmensidee. Seit 2016 arbeitet er mit seinen Mitgründern an der innovativen Indoor-Positionierungstechnologie Koopango, die stationären Geschäften mithilfe von Ultraschall die Analysemöglichkeiten des E-Commerce bietet.

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